
Kommunikation & Bildung
28. Juni 2026
28. Juni 2026
Inez Rattan
Spaziergang mit Kräuterpädagogin Inez Rattan
An einem der heißesten Tage des Jahres bisher, fanden sich 12 Interessierte zum Kräuterspaziergang zusammen. Um wieviel angenehmer es ist, sich am und im Forst aufzuhalten als zwischen Häusern und auf asphaltierten Straßen konnten wir alle deutlich spüren.
Es gab viel Fragen zu beantworten zu den heimischen Wildpflanzen und deren Einsatzmöglichkeiten als Nahrung und auch Heilpflanzen. Die TeilnehmerInnen selber haben auch viele interessante Fragen zu den Pflanzen mitgebracht, so z.B. "Ich habe beobachtet, dass jetzt, wo der Salbei blüht, die Blätter an Kraft verloren haben." war eine der interessanten Beobachtungen einer Teilnehmerin und erklärt sich dadurch, dass die Kraft der Pflanze immer dort ist, wo sie die Kraft eben braucht. Beim Blühen in der Blüte. Ganz früh in der Wurzel, später in den Blättern. Damit beantwortetet sich auch die Frage wann, welcher Pflanzenteil geerntet wird. Auch altbekannte Pflanzen wurden noch einmal von verschiedenen Seiten aus betrachtet. Dass alle Teile des Hollunders giftig sind, solange sie noch grün sind, war nicht allen Teilnehmern bekannt. Als giftig gelten Pflanzen allerdings schon , wenn sie auch nur heftig Bauchschmerzen verursachen, so auch im Falle des Hollunders. Dass es neben den Blüten und Beeren noch einen weiteren essbaren Teil des Hollunders gibt, hat Erstaunen hervorgerufen: Das Judasohr, ein fast schwarzer Baumpilz, der am alten geschwächten Baum wächst, verwandt mit dem asiatischen Mu-Err Pilz.
Die zwei gemeinsamen Stunden haben viel Spaß gemacht und waren schnell vorbei. Eine Teilnehmerin hat den Vormittag sinngemäß zusammengefasst mit: "Es ist erstaunlich, was man alles am Wegesrand entdecken kann."













